Jungtiere 2011 Dr. Ulf Schneider


Blaubronze-gehämmert…breit angesetzte gerade Ständer, kurzer und breiter Körper, feiner Halseinbau und eine klasse Hämmerung. Es fehlt noch etwas an Scheitelhöhe, aber sonst…


Nicht wirklich Dunkelbronze und auch nicht Blaubronze…so in der Mitte, halt ein typisches Jungtier aus Magnani…trotzdem, toller Stand, Körperbreite und Halssubstanz. Die Haltung wünschte ich mir waagerechter und den Hals eingelegter!


Junger Magnani mit einer satten Grundfarbe, Stand, Kopfpunkte und Halssubstanz. Auch hier die Haltung ausbalancierter und den Hals eingelegter… schöne Taube!


Wohl ein 1,0 in Vielfarbig, ebenfalls mit feiner Grundfarbe,kräftigen Ständern und Körperbreite… und nochmal… Haltung waagerechter und Hals eingelegter!!!

Jungtiere 2011 Dr. Ulf Schneider 2. Serie


Dunkelbronze…Beine, Halssubstanz und Farbe können gefallen, aber es fehlt an Körperhöhe, dadurch wirkt er im Seitenprofil oval und in der Hinterpartie zu lang!


Noch einmal eine, ich vermute 0,1 in Dunkelbronze…hier passen die Proportionen zwischen Körperhöhe, Körperlänge und Körperbreite so dass dieses junge Mädchen deutlich kompakter und dadurch runder ist. Die Hinterpartie (Schwanz) und Kopf auf einer Höhe, Stand gerade und breit, voller zurück gelegter Hals…fein…nur die Grundfarbe muss noch gleichmäßiger werden.


In der ersten Serie weiter oben sehen wir diese Taube an zweiter Stelle…was ich zum Stand und Körper geschrieben habe zeigt sich bestätigt…nur…nun zeigt sie auch eine klasse Haltung und legt den Hals wunderbar zurück…klasse Taube…nur die Farbe!


Oben die erste, auch hier trifft der Text noch weitgehend zu…und am Kopf fehlt immer noch der letzte Pfiff…

Wer heute erfolgreich Magnani Vielfarbig züchtet, der wird mir sicherlich recht geben…ganz oder gar nicht! Soll heißen, man muss schon mit einer ausreichenden Anzahl an Zuchtpaaren züchten, um eine Kollektion von 5-10 Jungen zeigen zu können. Da sich unsere Vielfarbigen nicht in Farbreinzucht züchten lassen weil reinerbige Almond fallen, bei denen die Pigmentbildung vollständig unterdrückt wird und es dadurch zu Augen und Sehdefekten kommt, müssen sogenannte Komplementärfarben eingesetzt werden. Bei unseren Modena sind das in der Regel Dunkelbronze, sehr dunkle Blaubronze-gehämmerte, rezessiv Rot und Schwarzbronze. Die klassischen Nebenfarben wie sie bei den Englisch Shortface Anwendung finden, werden kaum oder nur in Einzelfällen eingesetzt (Agate, DeRoy, Kite). Wenn, also sagen wir mal, 10 Paar Magnani x Komplementär eingesetzt werden und es fallen 50 Jungtiere (das Glas ist halbvoll), dann hat man mit etwas Glück 50% Vielfarbige…nach dem sortieren nach Form, Stand, Haltung, Kopf…natürlich auch die Farbe…bleibt eine Handvoll, vielleicht sogar zwei Hände…ist nicht so viel…


Dieser junge Magnani wird wohl in der Form, Stand, Haltung und Kopf nicht durch das Raster fallen, aber die Farbe…


Das Großgefieder ist fast einfarbig (das sichtbare)…


…und die Schild-und Körpergrundfarbe wird später mal eine Mischung aus Silber, Weiß und Mandelgelb. Ich vermute, hier ist eine Schwarzbronze als Komplementärfarbe eingesetzt worden. Dieser, bei uns nicht anerkannte Farbschlag, ist genetisch Schwarz (Ausbreitungsfaktor) mit dem Bronze-Stencil-Faktor. Der Ausbreitungsfaktor unterdrückt die Bronzetöne, und so entsteht diese Mischfarbe.

         
Diese beiden zeigen eine feine Körpergrundfarbe, wobei es sich bei dem linken Bild wohl um ein junges Mädchen handelt, deren Grundfarbe im Ganzen etwas heller ist. Beide haben klasse Anlagen in Stand, Haltung und Körperproportionen, nur…

         
…bei der jungen Dame wünschte ich den Kopfzug runder…

         
Zweimal 1,0 in Vielfarbig…beide zeigen einen breit angesetzten Stand, feine Halssubstanz und Kopfpunkte…eine gleichmäßige Körpergrundfarbe bis ins Aftergefieder…der rechte gefällt mir in den Körperproportionen besser, wirkt dadurch kompakter und besser gerundet…beides feine Tauben!


Dieser junge Kamerad wird sicherlich im Punkt „Form“ durch das Raster fallen. Interessant ist aber die Farbe, hier besonders die weißen „Spritzer“. Vor einigen Jahren wurde ich Zeuge einer hitzigen Diskussion in den Käfigreihen, als eine Taube eines bekannten Magnanizüchters aus der Gruppe Süd-West…Auf diesen Weg liebe Grüße an Helga und Gerhard…auf „g“ gesetzt wurde weil sie weiße Spritzer zeigte. Die Argumentation damals…weiß ist keine Farbe… habe ich nie so recht verstanden (Ich trage doch auch kein Hemd ohne Farbe sondern…oder!?)


Er zeigt eine schöne Grundfarbe und das Großgefieder ist fast schulmäßig dreifarbig…Klasse!


Bei genauerer Betrachtung handelt es sich hier nicht um rein weiße Federn, sondern zweifarbige und sogar dreifarbige…Ich würde das nie beanstanden, sondern im Gegenteil…die Farbverteilung als Vorzug hervorheben. Großflächige, rein weiße Flächen dagegen sind natürlich ein Mangel……

kommentiert von Manfred Wiesner 29.05.2011